Die Ewigkeit dauert drei Sekunden

Oder vielleicht auch vier. Gut, vielleicht war es auch nur eine halbe Ewigkeit oder auch gar keine richtige. Jedenfalls musste ich heute morgen wieder einmal wie es mir schien, absolut zu unrecht mit dem Velo anhalten, weil vor mir ein Auto auf den Radstreifen auf der Zentralstrasse fuhr und dort anhielt, damit eine Frau aussteigen konnte. Mich ärgerte das dermassen, dass ich die weghuschende Person darauf aufmerksam machte, dass dies kein Parkplatz sei. Gut, das war vielleicht ein etwas blöder Einstieg, das nicht zu wissen war eine unnötige Unterstellung, die ich ihr antat – aber wer findet schon irgendwo wirklich die richtigen Worte? Immerhin: Ihre Antwort war ähnlich konfrontativ. Ein halber Stinkefinger, so interpretierte ich jedenfalls die Geste und der Spruch, das sei doch kein Problem, ich könne ja ausweichen. Mich ärgert es einfach, dass ich in meinem früheren Leben als IG Velo Sekretär für durchgehende Radrouten gekämpft habe und diese jetzt als Anhaltezone und vorallem – das ist zwar eine noch viel üblere Geschichte, aber definitiv eine anderere – als Rollerfahrbahn.
Manchmal denke ich, dass der heutige Verkehr mindestens an gleich vielen Herzinfarkten schuld ist wie das fettige Essen. Was sich da an Ärger zusammenstaut…

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