Doppelspur Rotsee, bye bye?

Gestern Podiumsveranstaltung: Mit Moritz Leuenberger sassen Kurt Bieder, Max Pfister, Pius Zängerle und meine Wenigkeit am Tische in der Aula der Kantonsschule. Bundesrat Leuenberger wurde bombardiert mit der Forderung, der Bund müsse endlich den Doppelspurausbau am Rotsee vorantreiben. Insbesondere Max Pfister hob seine absolute Dringlichkeit hervor.

Nur: Max Pfister verschwieg gleichzeitig, dass es längst völlig klar ist, dass der Bund alleine in den nächsten zwanzig Jahren keinen Doppelspurausbau finanzieren wird. Daran lässt sich auch mit Lobbyarbeit nicht mehr rütteln. Der Kanton Luzern hätte längst beschliessen können, einen Teil der Kosten zu übernehmen oder den Bau vorzufinanzieren, dann hätte man viel eher eine Chance, aus einem anderen Topf schneller Geld zu erhalten. Max Pfister will das nicht, solange das Parlament in Bern nicht auch noch abschliessend bestätigt hat, dass der Bund das Bauwerk nicht alleine finanzieren wird.  Er wirft seinen Kritikern Dummheit vor. Es fragt sich, wer am Schluss der Dumme ist. Wahrscheinlich wir Pendler nach Zürich. Wartet nämlich der Kanton Luzern zu lange mit der Anmeldung des Projektes für den Infrastukturfonds  – eben diesem andern Topf – ist dann irgendwann auch dort kein Geld mehr vorhanden.

Aber eben. Der Kanton senkt lieber die Steuern und erlässt der Strassenrechnung dieses Jahr auf einen Chlapf ihre Schuld von über 60 Millionen Franken (!). Die müsste eigentlich sich aus den Motofahrzeugsteuern und Treibstoffzöllen selber finanzieren. Macht sie aber nicht. Jetzt, wo man Geld hat, stopft man das Loch mit allgemeinen Steuergeldern. Für den Rotsee aber, da legt man aus dem kantonalen Riesenüberschuss keinen Rappen auf die Seite.

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