Wenn sich Ausserkantonale um unsere Gemeinden fürchten

In einem Testimonial in der Neuen LZ vom 23. Januer wehrt sich Werni Birrer unter dem Titel „Demokratieabbau im Gesetz?“ gegen das neue Gemeindegesetz und macht den Leuten Angst vor Zwangsfusion und Grossluzern.

Werni Birrer ist im letzten Sommer – bevor er sein Mandat als wiedergewählter Einwohnerrat angetreten hat – von Kriens nach Alpnach gezogen. Ich diskutiere gerne auch mit Obwaldner über das Gemeindegesetz, finde es aber etwas kurios, wenn sich ObwaldnerInnen mit Testimonials in Luzerner Abstimmungskämpfe einmischen.

Wenn die SVP immer so auf die Eigenständigkeit der Gemeinden pocht, die Kantone gegen „Übergriffe“ des Bundes verteidigen, so sollen ihre PolitikerInnen Abstimmungen in anderen Gemeinden und Kantonen schweigen. Man stelle sich einmal vor, Luzerner Grüne oder Rote würden mit Testimonials für eine Abstimmung in Obwalden werben. Wie käme das wohl an?

2 Antworten auf „Wenn sich Ausserkantonale um unsere Gemeinden fürchten“

  1. Lieber Michael Töngi

    Sie schrieben:
    In einem Testimonial in der Neuen LZ vom 23. Januer wehrt sich Werni Birrer unter dem Titel “Demokratieabbau im Gesetz?” …
    Werni Birrer ist im letzten Sommer – bevor er sein Mandat als wiedergewählter Einwohnerrat angetreten hat – von Kriens nach Alpnach gezogen. Ich diskutiere gerne auch mit Obwaldner über das Gemeindegesetz, finde es aber etwas kurios, wenn sich ObwaldnerInnen mit Testimonials in Luzerner Abstimmungskämpfe einmischen.

    Ich meine:
    Tja, nach wie vor bin ich Mitglied der SVP Kriens und dem KeK. Auch mein Arbeitsplatz ist immer noch in Emmen (Kanton Luzern) .
    Nicht ausgeschlossen ist, dass ich in zwei-drei Jahren wieder nach Kriens retour komme. (Private und berufliche Gründe machten einen vorübergehenden Wegzug aus Kriens notwendig.
    Ich werde mich als „Heimweh-Krienser“ also auch künftig in die „Angelegenheiten“ in Kriens einmischen, insbesondere dann, wenn es darum geht, einen Beitrag zu leisten, dass Kriens seine Eigenständigkeit behält.
    Ich meine, dass es auch den weltanschaulichen Grundsätzen und politischen Zielen der Grünen entspräche, wenn grosse, unüberschaubare, anonyme Gemeinwesen verhindert würden.
    Helfen Sie mit, Michael Töngi ??!!
    Werni Birrer

  2. Lieber Herr Birrer
    ob eine Fusion am Schluss das Gescheiteste ist, um diese Frage zu klären, soll doch jetzt der Abklärungsprozess gestartet werden, wir werden dann entscheiden können.
    Was ich jetzt schon sagen kann: Auch ein vergrössertes Luzern wäre aus meiner Sicht weder unüberschaubar noch anonym. Ich würde mich nachher wie vorher in dieser Region auskennen und heimisch fühlen, daran ändert sich eine andere politische Organisation nichts.
    Selbstverständlich werden die Grünen ihre eigenen Massstäbe an die Projekte Fusion oder verstärkte Zusammenarbeit legen, aber der Grundsatz small is beautiful wäre dann doch als Entscheidungsgrundlage zu dürftig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.