Vor lauter Räder das Velo nicht mehr sehen

Heute reichten wir die kantonale Veloinitiative ein.  „Mehr fürs Velo“ fordert vom Kanton ein stärkeres Engagement in der Veloförderung, konkret gesetzliche Massnahmen, die den Anteil des Veloverkehrs an den Wegetappen im Kanton Luzern innert 10 Jahren verdoppeln. Zwar wird heute mit dem Bau von Velowegen einiges gemacht, doch ist zum einen die Umsetzung des Radroutenkonzeptes sehr in Verzug und zum andern zeigt sich, dass es mit dem Bau von Infrastrukturanlagen nicht getan ist. Echte Veloförderung geht darüber hinaus: Es braucht weitere Massnahmen wie Motivationskampagnen an Schulen, Betrieben und in der Öffentlichkeit, eine bessere Berücksichtigung der Veloanliegen im Planungs- und Baugesetz, mehr Förderanreize und bessere Mobilitätsketten zwischen öV und Velo.

Es ist Zeit dafür, die Verkehrspolitik viel stärker auf das klimaneutrale und gesundheitsfördernde Velo auszulegen. Oft wird das Velo zum Nischenprodukut für sonntägliche Ausfahrten, Schülerverkehr oder für Quartierfahrten reduziert. Es wäre aber viel mehr möglich, denn ein grosser Teil der Mobilität spielt sich nach wie vor auf kurzen Strecken ab, die sehr gut mit dem Velo machbar sind und vor allem im Freizeitverkehr, der ziemlich komplett frei plan- und ausführbar ist.

Wollen wir mit dem vorhandenen Platz auskommen, wollen wir die Klimaziele erreichen, so führt nichts an einer Reduktion des Autoverkehrs vorbei. Der öV ist eine wichtige Alternative, aber nicht die einzige und sicher nicht die preisgünstigste. Deshalb Veloförderung! Mit Geboten, Anreizen, mit Verboten und gutem Beispiel.

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