Der Regierungsrat und die CKW

Halten wir in den Turbulenzen um den gewesenen Verwaltungsratssitz von Max Pfister bei der CKW fest: Den Grünen ist eine feste Verankerung des Kantons bei der CKW wichtig. Deshalb haben sie als einzige Partei die Verschiebung der CKW-Aktien vom Verwaltungs- ins Finanzvermögen abgelehnt. Bei der Behandlung hiess es im Sommer 2008 noch, die Aktien seien strategisch für den Kanton nicht bedeutend. Das mindestens, ist Schnee von gestern.
Die Umdefinierung des Einsitzes von Max Pfister im Verwaltungsrat der CKW und jetzt sein Rücktritt passt zuerst einmal zum demonstrativen Desinteresse, das der FPD-Regierungsrat den Fragen um die Stromkosten, die CKW und die Strommarktliberalisierung entgegenbrachte. Kaum ein Regierungsrat hat je ein Thema derart unmotiviert vertreten wie Max Pfister. Es ist deshalb nicht verwunderlich, wenn Max Pfister das Amt loswerden wollte. Hat es doch mit seiner schönen Entschädigung, die neu in die Tasche von Max Pfister geflossen ist, ein gehöriges Störpotential für eine mögliche Ständeratskandidatur.
Für den Kanton aber verheisst der Verlauf der Geschichte nicht viel Gutes. Es müsste in seinem Interessen sein, dass er sich im Verwaltungsrat der CKW direkt vertreten lässt und seine Meinung einbringt. Das ist – entgegen der Darstellung der Regierung – sehr wohl möglich, das Obligationenrecht sieht dies vor. Mit ihrem Rückzug hat die Regierung eine Einflussnahme ohne Not aufgegeben.

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