Wo sind all die Bäume, wo sind sie geblieben?

Der Sturm am letzten Donnerstag hatte es in sich. Ein beträchtlicher Teil des Waldes rund um den Unter-Strick liegt am Boden. Immerhin – bereits einen Tag später war die Strasse wieder passierbar: Einen ausdrücklichen Dank an die Gemeinde und an den Waldbesitzer Sepp Baumgartner. Schwieriger wird es, die Strasse zu flicken und das Holz aus dem Wald zu holen, weil er zum Teil sehr unzugänglich ist. Wer von der Kuonimatt hinaufschaut, sieht die klaffende Lücke im Wald und die Baumstümpfe.
Vor fünf Jahren die Erdrutsche, nun dieses Ereignis: Ich bin selber immer etwas skeptisch, wenn man von einem Einzelereignis gleich auf klimatische Veränderungen schliesst, weil ich mich erinnere, dass es auch in meiner Kinderheit Hagel gab, Überschwemmungen und schwere Gewitter. Was aber am letzten Donnerstag geschah, war doch aussergewöhnlich und passt erschreckend in die Vorhersagen, dass die Schadensereignisse heftiger werden. Ich hoffe schlicht, dass nicht alles eintrifft, was prophezeit wird. Und dass vielleicht die eine oder andere Person ihr Verhalten ändert.

Roderer: Untauglicher Begriff Scheinehe

Aufregung im Sommer: Walter Roderer heiratete vor sechs Jahren seine Grossnichte und gibt freimütig zu, dass wirtschaftliche Gründe für die Ehe sprachen. Nun echauffiert man sich und spricht von Scheinehe. Das ist verständlich, denn es geht bei der Heirat ums Steuern sparen.
Das Beispiel zeigt wunderbar, wie unnütz und vor allem unbrauchbar der Begriff der Scheinehe ist, der ja sonst in anderen Zusammenhängen gebraucht wird. Es gibt einige Hindernisse für eine Ehe, so dürfen die EhepartnerInnen nicht in gewissen Verwandschaftsgraden stehen. Daneben aber, bitte schön, will doch niemand urteilen, ob letztlich die Liebe oder doch das finanzielle Interesse stärker war. Oder dass vielleicht die gute berufliche Stellung des Mannes oder der reiche Hintergrund der Frau der Liebe über gewisse Klippen hinweggeholfen hat. Wer zusammen auf dem Standesamt das Formular unterschrieben hat, gilt als verheiratet. Wenn Nachbarn tuscheln oder Verwandte den Kopf schütteln, so sollen sie dies tun, aber ob das den Staat interessieren muss?

Situation des Veloverkehrs: Aufmerksame Bevölkerung

Soeben ist eine kantonale Einwohnerbefragung erschienen. Zum Verkehr heisst es darin: „Von allen Verkehrsteilnehmenden wird die Situation der Velofahrenden als die schlechteste beurteilt.“ 50 Prozent der Bevölkerung sind unzufrieden in diesem Bereich, die Situation im Bereich öV wird von 80 Prozent als gut eingestuft und auch beim Autoverkehr sind 75 Prozent zufrieden.
In einem krassen Verhältnis dazu steht die regierungsrätliche Ablehnung der Initiative „Mehr fürs Velo“. Diese fordert den Kanton auf, ein Gesetz für die Veloförderung zu erlassen. Unnötig, findet der Regierungsrat, da doch schon viel gemacht werde. Mag sein, dass einiges im Tun ist, die Unzufriedenheit in der Bevölkerung aber sollte auch für den Regierungsrat ein Fingerzeig sein, die Anliegen der Initiative nicht einfach vom Tisch zu wischen.