„Fast alles beim Alten“: Besser als umgekehrt

In Kriens zeichnen sich stille Wahlen für den zweiten Wahlgang ab. Somit würde bei der parteipolitischen Zusammensetzung alles beim Alten bleiben, das Präsidium jedoch von der SP zur SVP wechseln. Mit den Resultaten vom ersten Wahlgang zeichnete sich diese Entwicklung ab. Paul Winiker machte in Anbetracht der Unterstützung von SVP und FDP ein sehr mässiges Resultat. Man muss ihm aber zu Gute halten, dass die Rolle des Finanzchefs in der gegenwärtigen Zeit auch nicht gerade die einfachste ist. Die Resultate von Martin Heini und von Rolf Schmid  waren auch nicht berauschend, genug klar ist aber das Signal, dass auch die SP wieder im Gemeinderat vertreten sein soll. Die Resultate von Judith Luthiger wie von Martin Heini für den Gemeinderat waren ansprechend für Neukandidierende. Der Angriff der CVP ging ordentlich daneben und wenn (als Klammerbemerkung) jemand wie Rolf Schmid, der für ein Gemeindepräsidium antritt, am Wahlsonntag plötzlich davon spricht, dass er als Erstligist ganz oben versucht habe, mitzuspielen, so mag man sich fragen, ob er der richtige Kandidat war.

Selbstverständlich: Dass nun ein SVP-Gemeinderat die Gemeinde gegen aussen vertritt, schmerzt einem als Grünen. Paul Winiker im Gemeindepräsidium kann aber auch etwas Gutes bringen: Er muss sich noch klarer für die allgemeinen Interessen der Gemeinde einsetzen und wohl auch noch klarer für das Krienser Finanzdesaster hinstehen (eine Flucht seinerseits aus dem Finanzdepartement einmal ausgeschlossen). Das ist mit einer Partei wie der SVP im Rücken alles andere als ein Zuckerschlecken und kann durchaus letztlich gut für die Gemeinde sein.

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