Dehnbare Prognosen

Wirtschaftsförderer Walter Stalder durfte gestern in der Zeitung -ohne äusseren Anlass – in einem Interview die Luzerner Steuerstrategie loben. Dass die Steuereinnahmen bei den juristischen Personen nicht so sprudeln, begründete er damit, dass ihm wie Regierungsrat Marcel Schwerzmann klar gewesen sei, dass es Zeit brauche, bis sich die Tiefsteuerstrategie auszahle.

Das ist keine schlechte Strategie, die mageren Steureinnahmen zu rechtfertigen. Nur: Bei der Halbierung der Unternehmenssteuern wurden uns ganz andere Zahlen präsentiert. So wurde im Finanzplan, der 2011 präsentiert wurde, für 2014 über 130 Millionen Franken Steuereinnahmen von juristischen Personen prognostiziert. Effektiv waren es dann aber mit in der Rechnung nur 110 Millionen Franken. In jedem Finanzplan seit 2011 wurden die Prognosen zur Höhe der Steuereinnahmen zurückgeschraubt. Ob die Steuerstrategie funktioniert hat oder nicht, das wird je nach Blickwinkel unterschiedlich beantwortet und ist letztlich Interpretationssache. Nichts zu diskutieren gibt es aber zu den Prognosen zum Beitrag der Unternehmen zu den Steuereinnahmen: Dieser ist konstant  niedriger ausgefallen als uns in Aussicht gestellt wurde.  Entwicklung_juristische_Personen

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