Zersiedelungsinitiative: Grad dreifache Steilvorlage

Die Zersiedelungsinitiative wird abgelehnt. Mit einem durchaus ordentlichen Resultat, das weit über das übliche linksgrüne Lage hinausgeht. Chapeau an die jungen Grünen und ihre engagierte Kampagne. Der Widerstand war hart, die ihre Verwirrungstaktik gross, so dass mich am Schluss linksgrüne Wählerinnen besorgt fragten, ob mit der Initiative tatsächlich mehr gebaut werden könne als mit der heutigen Gesetzgebung.

Die Initiative ist ein grosser Erfolg: Noch nie habe ich in einem Abstimmungskampf so viele Versprechen einsammeln können.

  • SVP-Politiker setzten sich gegen höhere Mieten ein. Im Parlament stecken momentan schätzungsweise acht Vorstösse zur Aushöhlung des Mietrechts. Wir werden gerne an das erstaunliche Engagement der SVP für die Mieterinnen und Mieter erinnern.
  • Bürgerliche Politikerinnen und Politiker haben reihum betont. dass wir mit dem Raumplanungsgesetz eine gute Grundlage haben, die Zersiedelung zu bekämpfen. Wir nehmen sie beim Wort, wenn es um neue Einzonungen geht. Die Gelegenhweit bietet sich schon bald: Das Moratorium für Einzonungen läuft langsam aus und die ersten Gemeinden wollen wieder einzonen.
  • Ebenso müssen jetzt die Gemeinden mit zu grossen Bauzonen diese verkleinern. Es kann nicht sein, dass die Gemeinden diesen Prozess jahrelang verzögern und damit den Volkswillen aus der Abstimmung über das Raumplanungsgesetz 2013 nicht umsetzen. Auch diese Zusage habe ich von den Gegnern explizit gehört.

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