Luzern erzählt

Michael Töngi lädt ein

Café Bar Piccolino, Klosterstrasse 12, Luzern

20. April 2019

9 Uhr: Urs Liechti

Urs Liechti hat als Pöstler bereits in den 80er Jahren die Wege mit Michael Töngi gekreuzt. Er engagiert sich gewerkschaftlich und er verfolgt als genauer Beobachter die hiesige Politik. Doch es hat ihn auch an ganz andere Orte verschlagen: So hat er als Landschreiber der Gnagi-Zunft – als bekennender Nichtfasnächtler – mit seinen Reimen Furore gemacht.

Urs Liechti wird Michael Töngi sicherlich Tipps für Bern mitgeben und im Gespräch die eine oder andere politische Pointe platzieren.

10 Uhr: Benedikt Koller

Benedikt Koller ist Assistent am philosophischen Seminar Basel, Zeitungsnarr und Journalist. Zuvor arbeitete er als Sekretär der Luzerner SP und noch zuvor war er als Fussballer bekannt: nach seiner Zeit beim SCK war er kurze Zeit Profifussballer beim FCL. 2011 stieg er aus dem Fussball-Business mit einem Unbehagen der Scheinheiligkeit und Stil.

Mit Benedikt Koller diskutiert Michael Töngi über seine Zeit in Luzern, über Parteiarbeit und Männergesellschaften wie dem Profifussball.

11 Uhr: Amal Naser

Amal Naser und ihre Geschichte dürfte der einten oder dem anderen noch aus dem Dokumentationsfilm «Rue de Blamage» bekannt sein. In Syrien war sie politische Aktivistin und hat als Frauenrechtlerin gearbeitet. Aufgrund ihres Engagements war Amal Naser in Syrien in Haft, bis mithilfe von Amnesty International ihre Freilassung gelang. Sie flüchtete in die Schweiz und wohnt mit ihrem Mann in Luzern. Aufgrund ihres Kampfes für die Menschenrechte, wurde Amal Naser 2017 in Bern mit dem «Somazzi Preis» ausgezeichnet.

Mit Michael Töngi spricht Amal Naser über Ihre Erfahrungen als Flüchtlingsfrau und Aktivistin.

12 Uhr: Feines Catering vom Restaurant „Die Kneipe“

13 Uhr: Rebekka Bünter

Rebekka Bünter ist freischaffende Autorin, Schauspielerin und Kabarettistin. Ihre Ausbildung hat sie an der Dimitri Schule in Verscio abgeschlossen. Sie ist Mitbegründerin und Leiterin der theaterbar bunterbünter in Neuenkirch. 2014 ist sie mit dem Werkbeitrag des Kanton und der Stadt Luzern für ihr Schaffen ausgezeichnet worden.

Rebekka Bünter bereichert den «Ein Tag Töngi» mit zwei Auftritten aus ihrem Stück «JubiläumsBestOf».

14 Uhr: Valentin Groebner

Valentin Groebner ist Professor für Geschichte an der Universität Luzern und Autor zahlreicher Bücher, unter anderem zu Mittelalterbildern und zu Wilhelm Tell. In seinem neuesten Buch«Retroland» geht es um Luzern als Ursprungsort einer ganz besonderen Sehnsuchtsindustrie – dem Fremdenverkehr. Wieso funktioniert die moderne Boombranche Tourismus nicht ohne inszenierte heile Welten von früher, und was macht sie mit den Überresten der Vergangenheit?

Valentin Groebner liest aus seinem Buch und diskutiert im Anschluss mit Michael Töngi über Kitsch, Kultur und die Grenzen touristischen Wachstums an der Reuss und anderswo.

15 Uhr Ursula Hildebrand

Ursula Hildebrand ist Schauspielerin und Theatermacherin. Seit Jahren setzt sie sich für ein vielseitiges Theaterschaffen im Kanton ein. 2011 erhielt sie den Werkbeitrag des Kantons. Im Juli wird Ursula Hildebrand nach Buenos Aires reisen, wo sie während sechs Monaten ein Atelierstipendium absolvieren wird. Weil sie sich künstlerisch und kulturell engagiert, wurde sie zu einer Leidtragenden der Sparmassnahmen des Kantons.

Mit Michael Töngi spricht Ursula Hildebrand über die Freuden, aber auch die Herausforderungen als Kulturschaffende im Kanton Luzern.

16 Uhr Martina Berther

Martina Berther gehört zu den vielseitigsten E-Bassspielerinnen der Schweizer Musikszene. Sie ist in zahlreichen Bands (u.a. Ester Poly, Aul & Sophie Hunger) vertreten und ist ausserdem mit ihrem Solo-Projekt «Frida Stroom» auf der Bühne zu sehen. Ihr Klangspektrum reicht von Popmusik über Experimental bis hin zu freier Improvisation. Sie leitet neben ihrem künstlerischen Schaffen auch Female-Bandworkshops bei «Helvetia Rockt», ein Verein, der sich für die Frauen in der Musikszene stark macht.

Martina Berther tritt mit ihrem Solo-Projekt «Frida Stroom» auf und spricht anschliessend mit Michael Töngi über ihre Erfahrungen als Berufsmusikerin in einer von Männern dominierten Szene.

17 Uhr Edda Steinmann

Edda Steinmann betreibt das Café Piccolino. Michael Töngi spricht mit ihr über das Wirten.

17.30 Uhr Rebekka Bünter

Zweiter Auftritt von Rebekka Bünter

18 Uhr Lisa Bachmann und Claudio Näf.

Lisa Bachmann ist Schauspielerin, Autorin und Regisseurin. Ausserdem hat sie an der Kantonsschule Musegg über 40 Jahre als Theaterpädagogin gearbeitet. Seit letztem Jahr ist sie im Schuldienst pensioniert, aber weiterhin intensiv mit verschiedenen Theaterproduktionen und –gruppen beschäftigt. Sie hat mir ihrer Ex-Partnerin zwei Kinder.

Claudio Näf ist freischaffender Illustrator, Barkeeper, Künstler und LGBTQIA+ Aktivist. Er baute unter andern die «Milchbar» auf, ein Treffpunkt für homo- und bisexuelle Jugendliche, Transgender und «für alle dazwischen und ausserhalb». Er setzt sich damit für den Austausch innerhalb und Akzeptanz ausserhalb der Community ein.

Michael Töngi, Lisa Bachmann und Claudio Näf sprechen über die Generationen hinweg über das Engagement und Erfahrungen in der LGBT+ Bewegung. Ausserdem bereichert Claudio Näf den Abend als Dragqueen «LaMer» mit einem ein Auftritt.

19 Uhr Korintha Bärtsch

Eine Carte Blanche für unsere Regierungsratskandidatin Korintha Bärtsch

20 Uhr Catalin Dorian Florescu

Catalin Dorian Florescu ist ein Schweizer Autor rumänischer Herkunft, der in Zürich lebt. Nach dem Studium der Psychologie hat er sich in Gestalttherapie ausbilden lassen und mehrere Jahre mit Drogensüchtigen gearbeitet. Seit 2001 ist er freier Schriftsteller und hat sechs Romane, einen Erzählband und einen Essayband mit dem Titel „Die Freiheit ist möglich“ veröffentlicht. Sein Roman „Jacob beschliesst zu lieben“ hat den Schweizer Buchpreis 2011 erhalten. In seinen Büchern thematisiert er den Aufbruch von Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben und nach dem Glück.

Catalin Florescu wird aus seinem letzten Roman „Der Mann, der das Glück bringt“ vorlesen und sich mit Michael Töngi, der Rumänien von seinen vielen Reisen kennt, über sein Werk und seine Heimat unterhalten.

21 Uhr Drag Queen „LaMer“

Das Geheimnis hinter LaMer wird wohl nie ganz gelüftet werden können. Dafür ist Trash, Pop und ganz viel Make-Up ein Muss, wenn die Luzerner Drag Künstler*in auf der Bühne steht. LaMer unterhaltet, politisiert und fordert mit ihren Gesängen die Zweigeschlechtlichkeit heraus, ganz im Namen der queeren Revolution.