Die neue Schwere der Repression

Der Nationalrat hat die Hanfinitiative abgelehnt. Damit besteht der Nationalrat darauf, dass Cannabiskonsum strafbar bleibt. Hunderttausende rauchen ab und zu Hanf. Ob dies gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Es bleibt die Frage, weshalb ähnlich schädliche Drogen wie Alkohol und Tabak erlaubt sind, ja sogar dafür geworben werden darf, weshalb das Absinth-Verbot aufgehoben wurde, aber das Kiffen verboten bleiben soll. Die Kriminalisierung von grossen Bevölkerungsschichten hat ganz offensichtlich ihre Ziele verfehlt und es wird ein Apparat in Gang gehalten, der sicher anderswo besser gebraucht werden könnte.

Es zeigt sich, dass unser Parlament – ehrlich gesagt, wohl auch ein Teil der Bevölkerung – wieder vermehrt in Richtung Repression schwenkt. Mein Eindruck: Hier wird vom Staat etwas gefordert, was im Alltag nicht gehalten werden kann. Weder von der Gesellschaft als Ganzes, noch vom Einzelnen. Repression ist ein schlechter Ratgeber, um in einer immer weiter verzweigten, offen stehenden Welt den Weg zu finden.

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