Fair Food – die richtige Diskussion führen

Heute hat der Bundesrat bekannt gegeben, dass die Grüne Fair-Food-Initiative im September zur Abstimmung kommt. Ich freue mich darauf: Die Initiative bietet Gelegenheit, wichtige Fragen zu diskutieren und der Landwirtschaftspolitik einen neuen Drall zu geben. Alle – oder sicher viele – wollen gute Lebensmittel, anständige Bedingungen für die Bauern und dabei die Natur nicht zerstören. Leider haben wir aber eine zweigeteilte Diskussion: Während im Inland heute recht gute Standards gelten, importieren wir vom Ausland Produkte, die weder ökologisch noch sozial minimale Standards einhalten. Das gilt für Lebensmittel wie für Futtermittel. Auf unserem Tisch liegt dann ein Schnitzel eines halbweg glücklichen Schweins, doch sein Futter wurde um die halbe Welt gekarrt und dessen Herstellung interessiert uns viel zu wenig. Rund die Hälfte der in der Schweiz konsumierten Lebensmittel werden aus dem Ausland eingeführt.

Fair Food verlangt eine naturnahe und tierfreundliche Landwirtschaft. Wir wollen nachhaltig produzierte Güter, egal, ob sie von hier oder von einem anderen Weltteil stammen.  Damit würden wir im Inland für hohe Standards sorgen und gleichzeitig keine Produkte mehr importieren, die nur dank Sozialdumping, Tierquälerei, Gifteinsatz oder der Zerstörung der natürlichen Ressourcen so derart billig sind.

Nicht bei der Hälfte stehen bleiben: Das ist die Lösung der Fair-Food-Initiative.

 

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