Unser Fussabdruck im Ausland

Eine Medienmitteilung des Bundesamts für Umwelt zeigt: Im Inland haben wir in den letzten 20 Jahren die Umweltbelastung reduziert. Sehr gut! Doch es gibt ein Aber: Im Ausland sieht es ganz anders aus. Wir haben immer mehr importiert und wir haben bei diesen Produkten die Umweltbelastung nicht im gleichen Mass gesenkt. Was wir im Inland einsparten, haben wir im Ausland gleich wieder verbraucht. Das Ausmass ist gigantisch: Drei Viertel unserer Umweltbelastung entstehen im Ausland!

Man könnte etwas überspitzt sagen: Wenn man nur die inländische Belastung anschaut, so  lässt sich Umweltschutz leicht umsetzen und Ressourcenverschwendung einschränken. Und dies ist eine einäugige Sicht auf die Welt: Wir importieren Vieles und exportieren damit viele Probleme. Und um die müssten wir uns ja nicht kümmern, heisst es dann oft.

Dieses Argument hörte ich auch bei Diskussionen um die Fair-Food-Initiative: Die Gegner argumentieren, wir sollten nicht Weltpolizist spielen und anderen Ländern überlassen, welche Regeln sie anwenden wollten. Ja, da  wollen wir tatsächlich nicht dreinreden. Aber was wir müssen: Verantwortung übernehmen für unser gesamtes Handeln, und nicht nur partiell für eine inländischen Teil.

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