Yvette Estermanns Gelder – ein weiteres Mal.

Bereits am 14. Dezember hatte ich hier darüber geschrieben, dass sich Yvette Estermann eine teure Plakatkampagne leistete, einzig um der Luzerner Bevölkerung schöne Festtage zu wünschen. Wir haben uns alle über die Grüsse gefreut und gleichzeitig etwas gewundert, wie die SVP-Frau dies finanziert. Sie hatte ja bereits 2007 einen Wahlkampf für den Nationalrat hingelegt, der Hunderttausende gekostet haben wird. Ihre Stiftung, die die Plakataktion bezahlt haben soll, wurde nun heute im Tagesanzeiger genauer unter die Lupe genommen. Sie ist bis jetzt einzig und alleine als Finanzquelle für SVP-Anlässe in Erscheinung getreten.
Ein Ziel bei Stiftungsgründungen ist jeweilen, dass für dieses Vermögen keine Steuern mehr bezahlt werden müssen. Dafür dürfen Stiftungen keinen Eigeninteressen dienen, was man ja bei dieser Plakataktion nicht wirklich behaupten kann.
Es wäre nett, die Luzerner Zeitung würde sich diesem Thema auch annehmen…
Zur Zusammenfassung des bisher geschehenen, siehe auch hier

2 Antworten auf „Yvette Estermanns Gelder – ein weiteres Mal.“

  1. Lieber Michael Töngi

    Bis anhin habe ich Sie als korrekten Politiker wahrgenommen, der seine Positionen geschickt und pointiert darzulegen verstand.
    Nun haben Sie mich aber sehr enttäuscht. Als routinierter Wahlkämpfer vermögen Sie doch einzuschätzen, was so ein Wahlkampf hierzulande kostet.

    Wie kommen Sie dazu, auf Ihrer Website und gegenüber TELE1 zu mutmassen, eine politische Gegnerin habe einen Wahlkampf geführt, „der Hunderttausende gekostet haben wird“.

    Sie wissen doch genau, was ein persönlicher Wahlkampf für kantonale und eidg. Wahlen mit ein paar Plakaten und Flyern kostet. Sicher nicht „Hunderttausende“. Das ist eine – mit Verlaub – dümmliche Aussage und passt nicht zu Ihnen. Noch will ich nicht an Ihrer intellektuellen Redlichkeit zweifeln. Aber Zweifel an Ihrer Fairness in der politischen Auseinandersetzung habe ich jetzt schon. Bitte bemühen Sie sich um einen korrekten Umgang, indem Sie in der Öffentlichkeit nicht wahrheitsferne, – Andersdenkende diskreditierende – Mutmassungen anstellen.

    Lieber Gruss
    Werni Birrer

  2. Lieber Herr Birrer
    ich habe bereits 2007 die Werbeausgaben zusammengerechnet: http://www.michael-toengi.ch/2007/10/10/kaeufliche-politik/
    Allerdings ist es ja nicht möglich, die Ausgaben tatsächlich zu verifizieren, da dazu keine Pflicht besteht und Yvette Estermann damals auch auf eine Nachfrage von mir nicht antwortete. Jeder, der mal einen Wahlkampf managte, weiss, wie teuer Plakate und vor allem ganzseitige Zeitungsinserate sind. Der agglomerationsweite Feiertagsgruss von Frau Estermann an Weihnachten 2010 per Plakate war ein weiterer Schritt hin zur Kommerzialisierung und Käuflichkeit der Politik.

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