SVP: Wider der Unnatürlichkeit…

In der Sonntagszeitung durfte Anian Liebrand gegen den Sexualkunde im Kindergarten anschreiben. Dies ist populär, weil sich frau und mann vielleicht nicht ganz das richtige unter dem Begriff vorstellt. Es wird wohl kaum darum gehen, dass Kindergärtnern Aufklärung à la Bravo vorgesetzt wird.
Was alles zum Schulunterricht gehört, darüber kann man von mir aus lange streiten. Ich hatte einmal in der 6. Primarklasse einen Crashkurs in Aufklärung und dann wieder in der 3. Kantonsschule, wobei dort der Lehrer noch erklärte, Homosexualität sei unnatürlich, das sie im Tierreich nicht vorkomme. Eine sehr hilfreiche Aussage, wenn man selber grad so langsam merkt, wie man tickt…. In diesem Sinn bin ich froh, dass das Thema heute anders eingebettet wird und etwas umfassender im Lehrplan vorkommt.
Ein besonderes Ärgernis ist aber, dass Anian Liebrand einmal mehr mit der Mär kommt, der Sexualunterricht werde gemäss der Gender-Mainstreaming-Ideologie gestaltet, wonach der Unterschied zwischen Mann und Frau zerstört werde und jeder sein Geschlecht nach eigenem Belieben wählen könne. Dazu würden die „Kinderchen“ noch mit homosexuellen Praktiken konfrontiert und damit das gesellschaftliche Zusammenleben über den Haufen geworfen. Siehe dazu auch meinen Eintrag vom Dezember Auch hier kann ich nur anfügen: Herzlichen Dank Herr Liebrand, wir Schwulen und Lesben wissen nun wieder, dass wir möglichst von Kindern ferngehalten werden sollen.
Am 25. Juni kommt Gabriele Kuby mit einem Vortrag nach Luzern, sie ist Vorreiterin im Kampf gegen Gender Mainstreaming und ist als stramme Verteidigerin der vatikanischen Ideologie. Es ist zu hoffen, dass sich ein paar kritische Geister an diesem Abend gegen diesen neuen Unsinn zur Wehr setzen.
Ich warte nun mal ab, wann die SVP Luzern auch noch die Evolutionstheorie angreift und für den Biologieunterricht die Bibel als Grundlage einführen will.

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