Zweimal tadeln, einmal loben

Eigentlich sollte man immer zwei Mal loben und einmal tadeln, habe ich mal als pädagogischen Ansatz gelesen. Liegt mir aber nicht so, weshalb ich auch hier wieder mit der Kritik anfange: Die CVP wirft Marcel Schwerzmann heute „Blauäugigkeit“ bei den Finanzen vor. Es ist noch nicht so lange her, da ist auch die CVP zuvorderst hingestanden, um die Vaterschaft der Steuerstrategie für sich zu reklamieren. Wie schnell sich das ändern kann…nun den Schwarzen Peter Marcel Schwerzmann zuzuschieben, ist etwas einfach. Und wenn ich grad dabei bin: Jetzt bezeichnet die CVP die Schuldenbremse auch noch als „unerklärbar“. Immerhin wurde die bestehende Schuldenbremse mit den Stimmen der CVP beschlossen, nun selber zuzugeben, ihren Mechanismus nicht verstanden zu haben, ist von einer entwaffnenden Ehrlichkeit. Nur hat die CVP bisher noch keinen Vorstoss unterstützt, um die Schuldenbremse zu ändern.
Das wäre dann doch der Moment fürs Lob: In den CVP-Reihen scheint Bewegung aufzukommen. Grummeln aus der Reihen der CVP gabs zwar auch schon, aber es ist zu hoffen, dass die Mittepartei auch zur Tat schreitet und mithilft, das rigide Luzerner Modell aufzusprengen. Vielleicht denkt sie dann auch noch einen Schritt weiter und hilft mit, die eine oder andere Änderung der Steuergesetzrevision rückgängig zu machen.

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