SBB: Wer ist an den Verspätungen schuld

Der Kanton Luzern will, dass die SBB für nicht erbrachte Leistungen bezahlen müssen, sprich, wenn die Züge zu häufig Verspätung haben. Dieses Bonus-Malus-System mag ja trendig sein und ist insofern richtig, dass abgemachte und bezahlte Leistungen auch eingehalten werden müssen.

Aber: Das Schienennetz rund um Luzern ist überlastet. Will man ein System, das auch etwas bringt, so müssen die Bussen für die Verspätungen hoch sein. Es fragt sich, ob die SBB bei einem weiteren Ausbau der S-Bahnleistung noch mitmachen wird, wenn sich an der Hardware nichts ändert, denn weitere Verspätungen wären vorprogrammiert.

Der Kanton Luzern muss jetzt möglichst rasch die Planung für einen Ausbau in Angriff nehmen. Die Antworten auf Vorstösse von Margrit Steinhauser im Kantonsrat zeigen aber, dass ausser einigen Grundsatzüberlegungen nichts vorhanden ist, insbesondere keine Finanzierungspläne. Es eilt aber genau hier.

Eine Antwort auf „SBB: Wer ist an den Verspätungen schuld“

  1. Ich sehe das genau so. Nur mit der entsprechenden Infrastruktur ist es den Bahnen möglich, pünktlich zu fahren. Diese Infrastruktur ist sehr kostenintensiv und muss von jemandem finanziert werden.

    Entweder wollen wir also einen gut ausgebauten, meistens pünktlichen ÖV und sind dann auch bereit, entsprechend dafür zu bezahlen, oder aber wir sparen ein wenig, dürfen dann aber auch nicht über Störungen und Verspätungen jammern.

    „Dä Füüfer und z’Weggli“, das geht hier – wie an vielen anderen Orten auch – nicht. 🙂

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