Umzonung im Schlund: Willfähriger Entscheid des Einwohnerrates

Der Krienser Einwohnerrat hat einer Umzonung zu Gunsten der im Schlund angesiedelten Firma Küchler Ankertechnik zugestimmt. Damit kann der Betrieb weiter vergrössert werden. Ich gönne dem Betrieb von Herzen, dass er wachsen kann und prosperiert.
Nur: Der Betrieb ist heute über eine Strasse erschlossen, die teilweise nur drei Meter breit ist. Auf einem Abschnitt hat es links und rechts der Strasse einen Zaun und es fahren Lastwagen auf dieser Strasse. Wir benützen sie ebenfalls. Selbst das Kreuzen von einem Velo und einem Lastwagen ist kaum möglich, geschweige denn andere Kombinationen. Deshalb haben wir auch eine Einsprache gemacht. Es wurde uns relativ vage auf Ende 2011 ein Fussweg in Aussicht gestellt.
Ich verstehe nicht
a) weshalb ein prosperierendes Gewerbe auf einem Stück Land angesiedelt wird, wo praktisch kein Wachstum möglich ist. Die Firma ist erst seit wenigen Jahren (vielleicht fünf) im Schlund ansässig und jetzt wird bereits eine Umzonung nötig.
b) wie man überhaupt an diesem Standort die Firma wachsen lassen kann. Rundherum ist Landwirtschaftsgebiet und Wald. Man will sogar Wald roden, damit der Betrieb wachsen kann – was nur schwer mit dem Waldgesetz in Einklang zu bringen ist. Dort steht nämlich: „das Werk, für das gerodet werden soll, muss auf den vorgesehenen Standort angewiesen sein.“ Und das kann man wohl nur schwer behaupten.
c) weshalb man eine drei Meter breite Strasse gleichzeitig als Veloweg ausschildern und als Lastwagenzufahrt benutzen kann.
d) und am wenigsten verstehe ich, wie der Einwohnerrat die Einzonung folgendermassen begründen kann: „Bei seiner Beurteilung liess sich das Krienser Parlament leiten durch verkehrspolitische, raumplanerische und landschaftsschützerische Argumente. Ein wichtiger Faktor aber war immer auch die aktuelle Wirtschaftslage, in der Bauprojekte wichtige Impulse setzen könnten.“ Die ersten drei Argumente sprechen doch alle klar gegen diese Einzonung.
Man kann das nur als willfährig bezeichnen. Wenn ein Gewerbebetrieb ausbauen will, so zählt eben weder die Raumplanung, noch die Verkehrspolitik und auch der Landschaftsschutz sehr, sehr wenig. Man kann nur hoffen, dass übergeordnete Instanzen genauer hinschauen werden.

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