Kein Raub des Briefkastens, aber eine Postgeschichte

Wie in der letzten Folge des Raub des Briefkastens geschrieben, bekomme ich die Post mittlerweilen teilweise auch erst am Nachmittag. Die Zeitung hat auf Frühzustellung umgestellt, weshalb sich das Problem für mich gelöst hat – denn ausser der Zeitung bin ich nicht wirklich darauf angewiesen, die Post vor dem Mittag zu bekommen.

Ich wurde auf Grund meiner damaligen kritischen Bemerkung im Blog auch von der Neuen LZ angefragt, ob ich als „Reklamateur“ für den Artikel von gestern eine Aussage machen wolle. Wenn ich jetzt den Artikel lese, bin ich froh, dass ich abgesagt habe. Verschiedene CVP-PolitikerInnen wurden gestern mit dem Grundtenor zitiert: „Wir aktzeptieren keine weiteren Leistungsabbau bei der Post.“ Das ist schön und knackig, und immerhin hat die CVP mitgeholfen, dass das Monopol bei den Briefen bis 50 Rappen vorderhand noch bestehen bleibt. Letztlich ist aber die ganze Entwicklung hin zu einer Post, die sich auf dem Markt behaupten muss, schuld daran, dass der Leistungssabbau munter weiter geht. Man hat sich genug lange in breiten Kreisen über die Post oder damalige PTT lustig gemacht, ihr Beamtentum vorgeworfen oder ihre Löhne (nicht für das Management, sondern für den einfachen Pöstler) als zu hoch verurteilt. Die Post musste sich fit machen – oder wie man das jeweilen so nennt – und man muss sich jetzt am Schluss nicht wundern, wenn dann eben die Post erst am Nachmittag verteilt wird. In diesem Sinne reicht das Deklamatorische „Kein Leistungsabbau“ für eine politische Strategie nicht aus.

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