Krienser Finanzen: Herzlich willkommen in der Realität

Der Gemeinderat hat sein Budget vorgeschlagen. Paul Winiker SVP-Finanzchef ist für einmal klar in der Aussage: Ohne Steuererhöhung gehts nicht mehr. Anderes wäre auch unerklärlich – wenn Land für über vier Millionen Franken verkauft wird und trotzdem ein Defizit übrigbleibt, muss die Situation bedrohlich sein.

An sich ist diese Steuererhöhung auch keine Hiobsbotschat. Zum einen wurde die letzte Steuersenkung von FDP und SVP ausgerechnet zu Beginn der Krise durchgedrückt und zum anderen hat Kriens viele Jahre mit einem höheren Steuerfuss gelebt. Es ging. Es waren sogar gute Jahre in der Entwicklung der Gemeinde.

Fragt sich jetzt einfach, wie geeint die Parteien diese Finanzstrategie fahren werden. Wenn die SVP wieder mit Vollgas gegen die Steuererhöhung ankämpfen und gewisse Parteien nur lau hinter der Erhöhung stehen, dann haben wir die gleiche Konstellation wie vor einem Jahr. Wenn man sich quer von FDP bis zu den Grünen zusammenrauft für eine gemeinsame Kampagne, kann man diese Abstimmung gewinnen.

Besonders in der Pflicht sind in dieser Situation die Fusionsgegner. Sie wollen langfristig eigenständig bleiben und müssen jetzt zeigen, dass sie auch bereit sind, den dazu passenden finanziellen Weg zu gehen. Wer aber einerseits keinen Schritt hin zur Sanierung der Finanzen macht und gleichzeitig den Alleingang wählt, der verweigert sich der Realität.

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