Reden wir einmal übers Wetter

Bei uns haben die Kapuzinerli seit Frühsommer nicht mehr aufgehört zu blühen. Die Palme steht noch draussen und die Geranien hätte ich auch noch nicht verräumen müssen. Wir haben es gehört – 2014 wird als wärmstes Jahr seit genaueren Temperaturmessungen in die Annalen eingehen. Einmal mehr ein Rekord.

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In Sachen Wetter – aber auch sonst – bin ich kein Alarmistiker. Nicht jedes Wetterphänomen ist auf den Klimawandel zurückzuführen. Alle paar Jahre ist deshalb eine Wetteranomalie mit hohen Temperaturen normal. Der Klimahistoriker Christian Pfister hat vor bald zehn Jahren im Buch „Wetternachhersage“ alle besonderen Wetterereignisse der letzten 500 Jahren in Mitteleuropa beschrieben. Wenn man das liest, kann man nur sagen: Es gab schon fast alles an Merkwürdigkeiten, mit ganzen Sommer ohne Regen oder mit wochenlangem Schnee bereits im September. Eines hat er aber auch klar festgehalten: Noch nie fielen alle Wetterextreme wie heute nur in die eine Richtung aus: Rekorde haben wir nur noch gegen oben. Die Zeichen sind klar, die lauen Dezembertemperaturen nur noch ein weiteres Beispiel dafür.

Die Bilanz der Politik bleibt sehr durchzogen. Mehr Geld für Gebäudeerneuerungen, mehr Geld für erneuerbaren Energien. Das ist wichtig, aber beim Verkehr sind die Vorgaben alles andere als sportlich. Im Kanton Luzern war bei der Beratung des Energiegesetzes nicht einmal ein richtiges Verbot von Heizpilzen mehrheitsfähig. Das ist zwar nicht die wichtigste Massnahme für den Klimaschutz, aber sie steht symptomatisch für den Unwillen einer Mehrheit des Luzerner Parlaments, griffige Massnahmen einzuführen.

Noch nicht als Jahresabschluss: Aber ich kann da nur sagen: Wir Grünen bleiben dran! Und: Danke für die Unterstützung.

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