Feriennachlese II : Das mit der Bibel

Bischof Huonder ist auch ein guter Sommerlochfüller. In einem Vortrag hat er aus der Bibel zitiert und darauf verwiesen, dass diese halt Homosexualität nicht zulasse, sondern als Sünde bezeichne.

1993 erschien ein neuer Katechismus, der Homosexualität nach wie vor als Sünde bezeichnete, was mich damals zum Verlassen der römisch-katholischen Kirche veranlasste. Mittlerweilen bei der evangelisch-reformierte Kirche daheim, beobachte ich mit Kopfschütteln, dass selbst ein Bischof – aber heute auch Leserbriefschreiber -heute noch seine Meinung auf Grund kurzer Bibelzitate machen kann. Es gibt doch so etwas wie eine kritische Bibelauslegung, oder irre ich mich?

Weil es immer wieder erhellend oder erheiternd ist, hier noch paar andere Bibelzitate:

„Ach Gott, wolltest du doch die Gottlosen töten!“ (Psalm 139,19)

„Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will, so sollen ihn Vater und Mutter ergreifen und zu den Ältesten der Stadt führen und zu dem Tor des Ortes und zu den Ältesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist widerspenstig und ungehorsam und gehorcht unserer Stimme nicht und ist ein Prasser und Trunkenbold. So sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, dass er sterbe, …“ (5.Mose, 21,18-21)

Man findet noch viel mehr logischerweise: http://www.bibelzitate.de/gbz.html

Übrigens hat dann auch Bischof Huonder gemerkt, dass die Bibelauslegung doch nicht ganz wörtlich zu meinen sei, hat er doch selber darauf hingewiesen, dass der zweite Teil des Bibelzitates nicht als Aufforderung zu meinen sei. Der da nämlich hiess: „Beide (Männer) werden mit dem Tod bestraft. Ihr Blut soll auf sie kommen.»

 

 

 

Unklar war dann noch, ob seine zitierte Stelle, wonach man Männer, die miteinander etwas machen, auch grad noch totschlagen soll,

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