Für einmal führte der Weg nicht nach Rom

Ich liebe Rom. Auch wenn es laut ist, chaotisch. Aber auf die Luzerner Romreise mochte ich nicht mitgehen. Ja, eine Romreise in Zeiten mit derartigen Abbaurunden ist stossend. Aber der Geldposten war nicht mein Hautpgrund.

Ich finde es nicht falsch, dass der Kanton einmal alle vier Jahre einen Besuch im Ausland macht. Das kann nützlich sein, von mir aus auch zum Knüpfen wirtschaftlicher Kontakte. Vielleicht zur Positionierung der Kantonsregierung in der Europafrage oder dem Austausch mit einer Region, die ähnliche Herausforderung wie unser Kanton kennt. Dieses Über-den-Tellerrand-schauen würde auch unserer Regierung nicht schaden.

Wozu dient aber diese Romreise? Geht es um einen Staatsbesuch? Aber was lernt oder diskutiert unser Kanton mit dem Vatikan? Mehr als historische Erinnerungen  sind wohl in staatlicher Hinsicht nicht zu holen – und dann auch nicht die besten.  Haben wir andere Interessen mit Vatikan zu diskutieren, wirtschaftliche oder gesellschaftliche? Letztere Ja, aber diese werden kaum zu Wort kommen. Und die Garde? Ja, wer dort arbeiten will, nichts dagegen, aber müssen wir diese Garde mit einem derartigen offiziellen Besuch so hervorheben?  Ist es dann Folklore? Wohl am ehesten. Und da sind wir dann wieder beim Romreisli. Mehr ist es eben doch nicht.

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