Salle Modulable: Das Kulturkonzept machen wir dann nachher

Nino Froelicher, grüner Kantonsrat, forderte heute mit einem dringlichen Vorstoss, dass der Kanton endlich seine Kulturförderung in einem Planungsbericht strategisch überdenkt. Der Grund liegt auf der Hand: Bald einmal muss über die Idee der Salle Modulable entschieden werden. Diese Projektidee wird die Kulturinfrastruktur massiv verändern und auch den Kanton ganz konkret betreffen, sei es, weil der Kanton für das Luzerner Theater zuständig ist, sei es, weil die Rede von einer Verbindung von Fachhochschulen und der Salle Modulable ist. Dies sah auch der Regierungsrat so und bat den Rat, den Vorstoss dringlich zu behandeln, damit er einen Auftrag für den Planungsbericht erhalte.
Doch Grüne und Regierungsrat standen alleine da. Keine andere Fraktion sah die Dringlichkeit. Man habe noch Zeit, man solle zuerst das Projekt abwarten, oder sogar: Das Projekt betreffe den Kanton nicht. Die Reihenfolge wurde so gerade verkehrt: Zuerst will man ein konkretes Projekt, dann spricht man über die Strategie. Gelegentlich zweifelt man in diesem Rat leicht, ob er als strategisch denkendes Gremium wirklich so geeignet ist.
Der Entscheid, mit einer Kulturförderungsstrategie noch zuzuwarten spielt einzig jenen in die Hände, die die Salle Modulable nicht wollen. Denn es ist absehbar, dass die Konfusion nur noch grösser wird, wenn ein konkretes Projekt vorliegt und sich dann alle fragen, nach welchen Kriterien, mit welchen Fragen man an den Vorschlag diskutieren soll.

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