Integration à la Blocher

Der Bund will sich stärker in Integrationsfragen engagieren. Und wie, das gab Blocher heute vor: Die Konzentration auf den Spracherwerb ist sicher gut, wie auch, dass es mehr Mittel vom Bund geben soll. Allerdings sind diese bescheiden: Die Kosten von Deutschkursen dürfen die Lernenden selbstverständlich weiterhin alleine tragen, Kurse werden aber verstärkt vorgeschrieben und die Kenntnisse dann abgetestet. Weg mit der Sozialromantik, so sagts Bundesrat Blocher. Was daran neu, oder in irgendeiner Art fördernd sein soll, bleibt mir schleierhaft. Es ist die übliche Idee, dass Integration ein Ding der MigrantInnen ist und nicht der Einheimischen.
Das ist typisch für das, was Rechtsbürgerliche unter Integration verstehen: Man setzt Massstäbe, aber tut praktisch nichts dafür, dass diese auch erreicht werden können. Das erinnert mich an ein Erlebnis in Emmen vor einigen Jahren: Auf der Höhe der ausländerfeindlichen Stimmung in Emmens schlechten Jahren konnte auf der Gemeinde niemand Auskunft geben, wie das Angebot der Deutschkurse für fremdsprachige Erwachsene in Emmen aussehe – oder ob es überhaupt eines gibt. So funktionierts wohl nicht.

Eine Antwort auf „Integration à la Blocher“

  1. wo kämen wir denn da hin, wenn alle ausländer deutsch lernen würden? und dann noch mit unserem geld? man wüsste dann ämänd gar nicht mehr, wer, weil jetzt integriert, ausländer ist, weil dann ja aller integriert wären……oder nicht? vielleicht auch nicht.
    aber ich finde es gut, dass herr blocher gegen die antiautoritäre erziehung ist! diese wird ja bei ausländischen eltern aus dem kosovo, albanien, lateinamerika, afrika besonders häufig praktiziert…..oder habe ich das falsch verstanden?
    sicher hat sich herr blocher erkundigt, in welchen sprachräumen dieses wort überhaupt existiert.
    pardon, ich komme vom thema ab….

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