Überwachungsstaat à la Neue LZ

Wenn an allen möglichen und unmöglichen Orten Überwachungskameras installiert werden, so kommentiert die Neue LZ regelmässig: Das ist alles kein Problem, denn wer sich nichts zu Schulden kommen lässt, wer sich an die Gesetze hält, hat überhaupt nichts zu befürchten. Wenn aber irgendwo ein weiterer Radarkasten aufgestellt wird, ist von der Neuen LZ ein Aufschrei zu hören. Dann wird von Abzockerei, übertriebenen oder falschen Massnahmen geschrieben. Dabei tun Radarkästen auch nur jenen weh, die sich nicht an die Regeln halten.

Auch der Hinweis der Neuen LZ, Falschparkierer seien doch kein grosses Problem, stimmt mindestens aus Velofahrersicht nicht: Immer wieder erlebe ich, wie eng es zum Beispiel im Neustadtquartier wird, wenn Automobilisten ihren Wagen einfach auf der Strasse stehen lassen oder wenn auf der Zentralstrasse Autos auf dem Velostreifen anhalten. Velofahrende müssen ausweichen und es entstehen gefährliche Situationen. Mir stinkts, wenn diese Probleme verniedlicht werden.

P.S. Dies ist einer jener Leserbriefe, die nie abgedruckt wurden…

2 Antworten auf „Überwachungsstaat à la Neue LZ“

  1. Hallo, tja das mit der Überwachung ist ja so eine Sache. Der 11. September hat es noch mehr voran getrieben. Ihr regt euch auf über die Überwachung? Gleichzeitig habt ihr aber Bonuskarten von X-beliebigen Einkaufzentren in eurer Brieftasche. Da fängt die Überwachung an und endet mit der Gesichtsidentifikation auf der Autobahn. Schaut mal genau, wo die Schweiz aufrüstet: da wäre mal der Lauschangriff, Rasterfahndung , Vollmachten zur Erweiterten Gefahrenerforschung, Vorratsdatenspeicherung, Trojaner auf Festplatten, IP-Adressen-Überwachung, DNA-Massenanalysen, Fingerabdrücke, Iris-Erkennung usw. Bald obliegt ihr der totalen Kontrolle und euer ganzer Tagesablauf kann ganz einfach erfasst werden. Wie findest du das? Lust ein paar Überwachungskamaras zu demontieren?

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