„Junge Patrioten“ unter der SVP-Schutzherrschaft

Die SVP lanciert eine Petition zum Erhalt der Sempacher Schlachtfeier. Schuld daran, dass sie nicht mehr wie in der Form der letzten 20 Jahre stattfinden kann, sollen „Linksextreme“ sein. Diese hätten die Konfrontation mit den seit Jahren friedlich und anständig an der Schlachtfeier teilnehmenden, jungen Patrioten gesucht.
Junge Patrioten steht für rechtsextreme Kreise. „Anständiges“ oder „nicht-anständiges“ Auftreten ist nicht die Frage, oder sicher nicht das einzige Kriterium: Es geht darum, dass diese Kreise ein rassistisches, ein oft frauenverachtendes und gegenüber Minderheiten bedenkliches Programm vertreten. Es geht um Inhalte, die sich im Faschismus Anleihen holen, die Demokratie wird abgelehnt und Gewalt verherrlicht.
Dass die SVP sich jetzt für „junge Patrioten“, die anständig an der Schlachtfeier teilnahmen, zur Wehr setzt, zeigt, dass sie mit mindestens mit einem Bein nah am braunen Sumpf steht und es nicht schafft, eine Abgrenzung hinzukriegen. So lange die Leute brav mitmarschieren sind der SVP die Inhalte und der Sinn der Kranzniederlegung dieser „jungen Patrioten“ völlig egal, oder stossen vielleicht auch auf stille Zustimmung.
Bedenklich.

PS. Die SVP schreibt, die Schlachtfeier sei seit 624 Jahren fester Bestandteil der Luzerner Kultur. Dass es die Feier schon so lange gibt, mag sein. Aber sie hat sich in diesen Jahren wohl schon einige Mal verändert…

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