Hoch lebe die Gleichstellungspolitik der SVP

Gerade gelesen: Ein SVP-Landrat ärgert sich in Nidwalden gewaltig, dass ein Altlandrat des Demokratischen Nidwalden eine Anspielung darauf macht, dass die SVP manchmal auch eine bräunliche Gesinnung hat. Er schreibt, dass die SVP doch nur wichtige Fragen anspreche, „Sei es beim Thema Ausländerkriminalität, sei es bei der Frage, wie sich der Islam mit unserer freiheitlichen Rechtsordnung und der Gleichstellung von Mann und Frau verträgt.“
Mensch ärgere dich nicht, könnte man denken, aber wie sich nun die SVP die Gleichstellungspolitik zu eigen macht, ist ein einziger Witz. Erinnert sich noch jemand, wie Christoph Blocher in den 80er Jahren gegen das neue Eherecht ankämpfte, weil der Mann nicht mehr Oberhaupt der Familie sein sollte? Wo sind all die SVP PolitikerInnen, wenn es um Frauenförderung geht, um gleichen Lohn von Mann und Frau?
In Sachen Gleichstellung hat die SVP wohl mehr Ähnlichkeiten mit einem konservativen Islam, als ihr lieb ist.

2 Antworten auf „Hoch lebe die Gleichstellungspolitik der SVP“

  1. Herr Töngi

    Ich bin es mal wieder. Sie sind schon ein Lustiger. Leider ist es nun mal so, dass diese Partei Themen anspricht, die Grüne und andere Linke ausblenden. Fragen Sie mal die Menschen, die „Linksgrüne“ nicht wählen (etwa 90%)? Sie werden überrascht sein, was die Leute wirklich beschäftigt! Übrigens nicht weil die SVP die Themen vorgibt, sondern weil das Thema Ausländerkriminalität und die Frage, wie sich der Islam mit unserer freiheitlichen Rechtsordnung und der Gleichstellung von Mann und Frau verträgt, eben den Menschen unter den Nägeln brennt.

    Im Übrigen ist es etwas peinlich von Ihnen mit den 80er Jahren zu kommen. Die Frage stellt sich dann nämlich wo Sie Herr Töngi damals waren? Erzählen Sie uns doch bei Gelegenheit mal davon! Viele Ihrer grünen „Genossinnen und Genossen“ waren in den 70er und 80er Jahren zum Beispiel bei der RML (Revolutionäre Marxistische Liga) oder der SAP (Sozialistischen ArbeiterInnenpartei). Andere waren danach in der POCH Progressive Organisationen der Schweiz, die sich wohlgemerkt erst 1987 vom vom Marxismus-Leninismus distanzierte. Es ginge noch weiter, aber ich will den LeserInnen Ihres Blogs diese alten dunklen Geschichten der Grünen ersparen. Im Übrigen sind heute noch etliche Grüne mental in dieser Zeit stehen geblieben. Einige haben grosse Sympathien für die Hamas und andere islamistische Organisationen, sie nennen diese dann Befreiungsbewegungen oder auch sehr nett „Aktivisten“. In Tat und Wahrheit sind es einfach Terroristen und Antisemiten.So Herr Töngi, das wars mal wieder für Heute. Ich wünsche Ihnen das Beste.

  2. Lieber Herr David B
    was ist an den 80er Jahren denn peinlich?
    Ich kann Ihnen gerne sagen, wo ich in den 80er Jahren war: 1987 wurde das Grüne Bündnis gegründet und ich war mit 20 in Kriens Gründungsmitglied. Wäre ich etwas älter gewesen, wäre ich wahrscheinlich auch POCH-Mitglied geworden, ich sehe darin nichts ehrenrühriges, auch wenn man im Nachhinein einiges anders sieht. Das alleine aber finde ich nicht weiter schlimm, die Welt ändert sich und ich bin froh, dass ich einiges nicht mehr gleich sehe wie früher.
    Mich ärgert einfach, wie ausgerechnet SVP-Leute jetzt die Gleichstellungspolitik für sich beanspruchen. Und vom SVP-Personal sehe ich eben auch nicht grad viel Bewegung im Denken – da hat sich seit den 80er Jahren nicht grad viel geändert. Gerade auch in Sachen Frauenpolitik, Genderfragen oder anderen gesellschaftlichen Fragen.

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